Was ist eine Präqualifizierung überhaupt?

An Hilfsmittelversorgungsverträgen kann nur teilnehmen, wer die Voraussetzungen für eine ausreichende, zweckmäßige und funktionsgerechte Herstellung, Abgabe und Anpassung der Hilfsmittel erfüllt (§ 126 Absatz 1 Satz 2 SGB V).
Die Präqualifizierung (PQ) bestätigt das Vorliegen dieser Voraussetzungen. Sie wird einmal für eine unbestimmte Anzahl von Verträgen durchgeführt. Nach erfolgter Präqualifizierung wird diese automatisch in einem zentralen Verzeichnis registriert. Dieses Verfahren lässt den Nachweis der Eignung gegenüber jeder einzelnen Krankenkasse entfallen.


Wann brauche ich die Präqualifizierung?

Immer dann, wenn in einem Hilfsmittelliefervertrag einer Krankenkasse die Präqualifizierung gefordert wird.


Welche Vorteile bietet die Präqualifizierung den Leistungserbringern?

Die Präqualifizierungsbestätigung ist von allen gesetzlichen Krankenkassen zu akzeptieren, auch von jenen, die sie nicht explizit bei Vertragsverhandlungen verlangen. Einzelfallprüfungen hinsichtlich der grundsätzlichen Eignung zur Teilnahme an der Hilfsmittelversorgung entfallen, wodurch der Aufwand minimiert wird.Die Präqualifizierungsbestätigung gilt für fünf Jahre. Der GKV-Spitzenverband wird automatisch durch die Präqualifizierungsstellen informiert und stellt diese Informationen den Krankenkassen zur Verfügung.

Neben der Präqualifizierung können die Krankenkassen noch weitere Voraussetzungen für den Beitritt zu einem Liefervertrag festlegen, die z.B. durch Zertifikate belegt werden müssen. Dies dürfen aber nur auf den konkreten Auftrag bezogene Anforderungen sein, nicht solche, welche die grundsätzliche Eignung zur Hilfsmittelversorgung betreffen.


Was kostet die Präqualifizierung?

Die Präqualifizierungsstellen haben sehr unterschiedliche Entgeltstrukturen. Die Preise der AfP können Sie hier nachlesen.

Die AfP ist im Markt die günstigste Präqualifizierungsstelle für Apotheken (Stand: März 2019)

 


Müssen bei der Re-Präqualifizierung alle Nachweise erneut eingereicht werden?

Ja, bei der Re-Präqualifizierung müssen Sie gemäß § 126 Abs. 1 Satz 3 SGB alle Nachweise erneut vollumfänglich erbringen. Die Fotodukumenation muss die aktuelle Geschäftsausstattung zeigen und darf nicht älter als 3 Monate sein.


Wie kann ein neuer Versorgungsbereich bei einer gültigen PQ ergänzt werden?

Neue Versorgungsbereiche können Sie über einen Änderungsantrag ergänzen. Bitte gehen Sie dazu in Ihr Account und wählen Sie bei Antragsart "Änderungsantrag" aus.


Ich habe die Zugangsdaten für mein AfP-Account vergessen. Wie gehe ich vor?

Wenn Sie Ihren Benutzernamen noch wissen können Sie sich über die Funktion "Passwort vergessen" Ihr Passwort per Mail zusenden lassen. Falls Sie Ihren Benutzernamen nicht mehr kennen, rufen Sie uns bitte an oder senden Sie uns eine E-Mail an info@afp-da.de.


Welche Fristen muss ich bei einer Re-Präqualifizierung beachten, um keine Versorgungslücke entstehen zu lassen?

Re-Präqualifizierungen können frühestens 9 Monate vor Ablauf der Gültigkeit bei uns eingereicht werden. Spätestens 6 Monate davor müssen uns Ihr Antrag vorliegen, um sicher zu stellen, dass keine Versorgungslücke entsteht.